Die Bergedorfer Sternwarte

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Category: Sternwarte

Bergedorf ist sowohl ein Bezirk als auch Stadtteil der deutschen Großstadt Hamburg. Der Bezirk Bergedorf befindet sich im Südosten Hamburgs, er grenzt somit an das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein. Die Geschichte dieses Gebietes geht bis in die Jungsteinzeit zurück, in der die ersten Siedlungen auf dem heutigen Bezirk errichtet wurden. Der Ortskern entwickelte sich Anfang des 13.Jahrhunderts, als das damalige Bergendorf noch zum dänischen Reich gehörte. Erst 1938 wurde Bergedorf Teil der Stadt Hamburg.
Unter den Wissenschaftlern bekannt wurde dieser 11,3 km² große Stadtteil durch die Errichtung der heutigen Sternwarte auf dem Gojenberg, die als Forschungsinstitut zu der Universität Hamburg gehört und betrieben wird.
Unter einer Sternwarte versteht man einen Ort an dem man mit verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten den Sternenhimmel und andere Himmelskörper genauestens Beobachten kann. Ein solches Beobachtungsinstrument ist ein sogenanntes Teleskop. Hiermit können genaueste Messungen und Beobachtungen durchgeführt werden. Ein anderes  Wort für Sternwarte ist virtuelles Observatorium.
Diese Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist nicht die erste Hamburgs. Bereits einige Jahrzehnte früher baute sich der Feinmechaniker Johann Georg Repsold seine ganz private Sternwarte, sie war die erste Sternwarte Hamburgs. Diese musste allerdings unter Napoleon abgerissen werden, noch im gleichen Jahr erbaute man eine Zweite, für die man einen anderen Standort wählte. Da aber auch hier die Bedingungen nach einigen Jahrzehnten nicht mehr als optimal empfand, wurde 1906 damit begonnen auf dem Gojenberg, die noch heute existierende Sternwarte zu errichten. Sie besteht noch heute aus sechs verschiedenen Gebäuden, die für Beobachtungen mit Kuppeldächern ausgestattet sind. Hinzu kommen eine Bibliothek und das Schmidt-Museum im Hauptgebäude der Anlage. Die Bibliothek ist mit den wichtigsten Publikationen der letzten 200 Jahre ausgestattet und das Schmidt Museum gewährt seinen Besuchern einen spannenden Einblick in die Instrumente des Optikers Bernhard Schmidt. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich eine sogenannte Direktorenvilla. Die Sternwarte Bergendorf ist somit die größte Sternwarte Deutschlands. Sowohl die Instrumente, sowie die über hundert Jahre alten, historischen Gebäude sind bis heute in einem guten Zustand erhalten und werden für unterschiedlichste Veranstaltungen und Führungen genutzt. So wird ein Mal im Monat ein populärwissenschaftlicher Vortrag mit anschließender Sternenbeobachtung vom “Förderverein Hamburger Sternwarte e. V.” angeboten. Über diesen Verein können ebenfalls Führungen mit Gruppen durch das Gelände der Bergendorfer Sternwarte gebucht werden. Im Rahmen des Internationalen Astronomiejahrs der UNESCO wurden Führungen durch die Hamburger Sternwarte mit einer beeindruckenden Kunstausstellung zum Thema Astronomie und Sterne veranstaltet und von vielen Besuchern in Anspruch genommen. An dieser Ausstellung nahmen verschiedenste Künstler der Kategorien Fotografie, Illustration und Malerei teil. Zusätzlich werden interessante Erlebnis-Touren für die ganze Familie oder auch als Firmenveranstaltung angeboten. Hier werden die verschiedenen Gruppen mit einem historischen Bus abgeholt und zum größten deutschen Sternwartengelände gebracht. Diese Veranstaltungen werden mit Musik und Multimediapräsentationen aufgelockert. Für Schüler gibt es auf diesem großen Gelände eine Astronomiewerkstatt, wo die Kleinen auf anschauliche Art und Weiße der Physik und Astronomie näher kommen können. Ebenfalls auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet ist der Astronomie-Erlebnistage, an dem die Kinder einen ganzen Tag interaktiv die Astronomie kennenlernen können und auf den Spuren alter Wissenschaftler wandern.
In ganz Deutschland sind mehr als 70 Sternwarten in den verschiedenen Bundesländern zu finden, die einen Ausflug zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Nicht alle diese virtuellen Observatorien werden ausschließlich als Forschungsinstitute benutzt, sondern sind sogenannte Volkssternwarten und ziehen durch regelmäßige Veranstaltungen viele Besucher und Schüler an.

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